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Wie die Universität zu Köln KI kontrolliert in die Hochschullehre integriert hat

Von einem transparenten Pilotkurs am Institut für Genetik zu einer breiteren Nutzung in mehreren Lehrbereichen.

Über Institution und Ansprechpartner

Als generative KI Teil des Hochschulalltags wurde, stellten sich an vielen Universitäten zwei Fragen gleichzeitig: Wie gehen wir damit um und wer behält die Kontrolle. Für Dr. Anja Neuber vom Institut für Genetik war die zweite Frage die Voraussetzung für die erste. Sie war bereit, KI in der Lehre einzusetzen, aber nur unter einer klaren Bedingung. Studierende sollten nachvollziehen können, woher Antworten kommen. Die Inhalte sollten aus den eigenen Kursmaterialien stammen. Und Lehrende sollten das System konfigurieren und bei Bedarf deaktivieren können.

Dr. Anja Neuber
acemate kann ich guten Gewissens empfehlen, denn es ist transparent, durch mich steuerbar, und ich behalte die Kontrolle über meine Materialien.

Dr. Anja Neuber

Institut für Genetik, Universität zu Köln

Universität zu Köln case study

Kontrolle von Anfang an mitdenken

Im Wintersemester 2024 startete der Pilot im Fachbereich Genetik. Im Zentrum stand nicht die Frage nach reiner Aktivierung, sondern die Frage nach einem klaren Rahmen. In acemate können Lehrende festlegen, welche Themen der Tutor behandeln darf, in welchem Ton er antwortet und ob KI-Funktionen zeitweise ausgesetzt werden. Antworten sind mit Quellenbezug auf konkrete Dokumente und Seiten versehen. Dadurch bleibt nachvollziehbar, was im Kurs geschieht, und die inhaltliche Verantwortung bleibt bei den Lehrenden.

acemate kann ich guten Gewissens empfehlen, denn es ist transparent, durch mich steuerbar, und ich behalte die Kontrolle über meine Materialien.
Dr. Anja Neuber

Aus Zurückhaltung wurde Nutzung im Alltag

Wie in vielen Hochschulkontexten war die Bereitschaft der Studierenden zu Beginn zurückhaltend. Ein zusätzliches Tool bedeutet neue Abläufe. Der Einsatz wurde deshalb nicht als Pflicht, sondern als Angebot im Kursalltag eingeführt. Lernserien mit kurzen, regelmäßigen Einheiten unterstützten den Einstieg. Nach einigen Wochen wurde aus anfänglicher Zurückhaltung eine stabile Routine. Studierende, die acemate über ein Semester genutzt hatten, wollten im nächsten Semester nicht mehr darauf verzichten.

Von der Nutzerin zur Mitgestalterin

Im Verlauf des Piloten wurde Dr. Neuber zu einer regelmäßigen Gesprächspartnerin in der Produktentwicklung. Über mehrere Semester flossen Erfahrungen aus der Lehrpraxis direkt in Funktionsentscheidungen ein. Besonders deutlich zeigt sich das bei aggregierten Auswertungen zu KI-Chat-Verläufen und bei der Themenübersicht auf Kursebene. Beide Funktionen helfen Lehrenden dabei, Schwerpunkte und Verständnislücken früh zu erkennen, ohne Einzelgespräche der Studierenden einzusehen.

Vom Pilot zu mehreren Fachbereichen

Aus dem Pilot entwickelte sich eine reguläre Nutzung. Neben dem Institut für Genetik arbeiten inzwischen weitere Lehrbereiche mit acemate, darunter die Geographie. Entscheidend war nicht eine einzelne Funktion, sondern das Vertrauen in einen transparent steuerbaren Rahmen. Kolleginnen und Kollegen konnten die Konfigurationsmöglichkeiten selbst prüfen und auf den eigenen Lehrkontext übertragen.

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