Wie die UDE von einem Kurs-Pilot zur campusweiten Nutzung skaliert und Lehre dateninformierter macht
Vom ersten Kurs zur fakultätsweiten Nutzung mit didaktisch nutzbaren Lernanalysen.
Über Institution und Ansprechpartner
Prof. Erwin Amann war früh im Austausch mit acemate, noch bevor viele Hochschulen KI überhaupt strukturiert diskutierten. Der Grund: In großen Kursen fehlt oft die Sichtbarkeit, was Studierende wirklich verstanden haben.
“In Kursen mit hunderten Studierenden ist die Aktivierung häufig eine Herausforderung. Gleichzeitig ist es praktisch unmöglich, Defizite und Lernfortschritte rechtzeitig und systematisch sichtbar zu machen.”
Prof. Dr. Erwin Amann
Dekan, Universität Duisburg-Essen
Der Startpunkt
Als acemate im Herbst 2024 begann, Hochschulen aktiv zu bedienen, gehörte Prof. Amann zu den ersten, die den Schritt in die Praxis gingen. Der Pilot startete bewusst in einem Kurs, weil man zuerst sehen wollte, wie KI-Unterstützung im Alltag wirkt. Wichtig war dabei ein kontrollierter Rahmen auf Basis der Lehrmaterialien, damit Studierende verlässliche Hilfe bekommen und gleichzeitig ein kritischer Umgang mit KI gefördert wird.
“Wir haben uns für acemate entschieden, weil wir damit unsere Lehrmaterialien als inhaltliche Basis nutzen und KI in einen kontrollierbaren Rahmen bringen.”
Vom Pilot zur Ausweitung
Der Pilot sollte keine Insellösung sein. Er musste ohne große IT Projekte funktionieren, damit eine spätere Skalierung realistisch ist. Genau das passierte. Der Kursstart war pragmatisch, danach wurde Schritt für Schritt ausgeweitet, erst auf weitere Kurse, dann auf eine breitere Nutzung.
“Der Pilot ließ sich ohne große IT Projekte starten. Das hat uns erlaubt, schrittweise zu skalieren, erst ein einzelner Kurs, dann die Fakultät und perspektivisch der Campus Rollout.”
Die Wachstumsgeschichte
Aus dem Pilot entwickelte sich eine Jahreslizenz und daraus die Planung, ab 2026 campusweit mehrere tausend Studierende einzubinden. Der treibende Faktor war, dass Lehrende nicht nur KI anbieten, sondern erstmals sehen konnten, welche Themen systematisch schwierig sind und wo sich Übungen verbessern lassen. Damit wurde die Nutzung nicht nur breiter, sondern auch didaktisch wertvoller.
“Wir sehen, welche Themen wirklich schwierig sind, können Materialien und Übungen gezielt verbessern und erhöhen damit Motivation und Engagement.”