Baumol's Cost, auch bekannt als Baumol's Cost Disease, beschreibt ein wirtschaftliches Phänomen, bei dem die Kosten in bestimmten Sektoren, insbesondere in Dienstleistungen, schneller steigen als in produktiveren Sektoren, wie der Industrie. Dieses Konzept wurde von dem Ökonomen William J. Baumol in den 1960er Jahren formuliert. Der Grund für diesen Anstieg liegt darin, dass Dienstleistungen oft eine hohe Arbeitsintensität aufweisen und weniger durch technologische Fortschritte profitieren, die in der Industrie zu Produktivitätssteigerungen führen.
Ein Beispiel für Baumol's Cost ist die Gesundheitsversorgung, wo die Löhne für Fachkräfte stetig steigen, um mit den Löhnen in anderen Sektoren Schritt zu halten, obwohl die Produktivität in diesem Bereich nicht im gleichen Maße steigt. Dies führt zu einem Anstieg der Kosten für Dienstleistungen, während gleichzeitig die Preise in produktiveren Sektoren stabiler bleiben. In der Folge kann dies zu einer inflationären Druckentwicklung in der Wirtschaft führen, insbesondere wenn Dienstleistungen einen großen Teil der Ausgaben der Haushalte ausmachen.
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